fb_logo.png @steuerberatungleonhart

Besuchen Sie uns auf Facebook! 


01.01.2023

Steuerliche Neuerung ab 1.Jänner 2023

Was gibt es neues? Welche steuerlichen Entlastungsmaßnahmen sind ab 2023 geplant?

Abschaffung der "kalten Progression"

Infolge Geldentwertung kam es bisher zu einer ständigen, schleichenden Erhöhung der Einkommensteuer- Belastung. Für dieses Phänomen hat sich die Bezeichnung "kalte Progression" eingebürgert.

Ab heuer erfolgt eine gesetzlich geregelte Anpassung des (Einkommen-) Steuersatzes, was de facto die "kalte Progression" weitgehend neutralisiert.

Durch die "Zwei-Drittel-Regelung" werden wesentliche Teile der Einkommensbesteuerung - allen voran die Grenzbeträge für Tarifstufen und Absetzbeträge - künftig automatisch jährlich um zwei Drittel der Inflation angepasst werden.

Das verbleibende Drittel soll wie folgt abgegolten werden: Die Absetzbeträge werden um die für 2023 errechnete Inflationsrate von 5,2 Prozent angepasst, die Grenzbeträge für die untersten beiden Tarifstufen um 6,3 Prozent erhöht. Dadurch sollen niedrige und mittlere Einkommen stärker entlastet werden. Insgesamt erwartet man sich dadurch eine Entlastung von über 20 Milliarden Euro bis zum Jahr 2026.

Gesenkt wird im kommenden Jahr auch die dritte steuerpflichtige Tarifstufe der Einkommensteuer. Ab 1. Jänner von 42 auf 41 Prozent, ab 1. Juli dann auf 40 Prozent. Für Arbeitnehmer kommt es daher ab Juli 2022 und 2023 zu einer Aufrollung und Gutschrift der im ersten Halbjahr zu viel gezahlten Steuer

Die neuen Steuertarife bringen Erwerbstätigen je nach Brutto-Einkommen bis zu 1.200 Euro pro Jahr, wobei untere Einkommen dabei überproportional profitieren.


<< zurück zur Übersicht



Tarifsenkung Körperschaftsteuer

Der Körperschaftsteuer-(KöSt-)Satz sinkt für das Jahr 2023 auf 24 % und ab dem Jahr 2024 auf      23 %.

Entlastung in der Krankenversicherung für Geringverdiener

Sowohl Arbeitnehmer als auch Selbständige und Bauern mit geringeren Einkünften erhalten künftig einen Teil der Krankenversicherungsbeiträge rückvergütet. Im Bereich der Selbständigen und Bauern wird dies über eine – einkommensmäßig gestaffelte – Gutschrift auf dem SVS-Konto gelöst. Für Arbeitnehmer hingegen gibt es nicht nur einen höheren „Zuschlag zum Verkehrsabsetzbetrag“ und eine großzügigere Einschleifregelung für diesen, sondern auch einen höheren SV-Bonus und eine Werbungskostenerstattung im Rahmen der Veranlagung. Pensionisten schließlich werden über eine analoge Regelung beim        Pensionistenabsetzbetrag (PAB) entlastet.

Investitionsfreibetrag – IFB

Der IFB stellt eine zusätzliche Betriebsausgabe dar und kann in Höhe von 10 % der Anschaffungs- oder Herstellungskosten eines Wirtschaftsgutes geltend gemacht werden. Handelt es sich um Wirtschaftsgüter aus dem Bereich Ökologisierung, erhöht sich der IFB auf 15 %. Nähere Details siehe unser Newsletter 12/2022!

Erhöhung der GWG-Grenze

Die Grenze für die sofortige Absetzung geringwertiger Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens wird auf € 1.000 angehoben.



Thermische Sanierung, Austausch Heizsysteme

Für die thermische Sanierung von Gebäuden sowie für den Austausch von fossilen Heizungssystemen durch klimafreundliche Heizungssysteme können ab der Veranlagung 2022 pauschale Sonderausgaben berücksichtigt werden. Voraussetzung dafür ist, dass die Maßnahmen vom Bund im Rahmen des Umweltförderungsgesetzes gefördert werden, die Datenübermittlung gemäß Transparenzdatenbankgesetz erfolgt und die Ausgaben abzüglich erhaltener Förderung größer als € 4.000 bei thermischer Sanierung bzw. € 2.000 bei Austausch des Heizungssystems waren. Der anzusetzende Pauschalbetrag beträgt    € 800 für thermische Sanierungen und € 400 für den Austausch von Heizungssystemen und kann für 5 Jahre in der Steuererklärung/ Arbeitnehmerveranlagung berücksichtigt werden.

Arbeitsplatzpauschale f. betriebliche Einkünfte

Mit der Pauschale soll der betrieblichen Nutzung der privaten Räumlichkeiten und der damit zusammenhängenden Kosten (Strom, Heizung, Beleuchtung, Raum-Abschreibung) des Steuerpflichtigen pauschal Rechnung getragen werden. Aufwendungen, die nicht wohnraumspezifisch sind, sondern bei denen es sich um ein betriebliches Arbeitsmittel handelt, sind von der Pauschale nicht erfasst (insbesondere Computer, Drucker, Kopierer) und können weiterhin neben der Pauschale steuerlich abgesetzt werden. Das Arbeitsplatzpauschale ist – unabhängig von seiner Höhe – an die allgemeine Voraussetzung geknüpft, dass dem Steuerpflichtigen zur Ausübung der betrieblichen Tätigkeit kein anderer ihm zurechenbarer Raum zur Verfügung steht.

  1. Werden keine anderen Einkünfte aus einer aktiven Erwerbstätigkeit erzielt, für die außerhalb der Wohnung ein anderer Raum zur Verfügung steht, oder betragen diese anderen Einkünfte höchstens € 11.000, steht ein Pauschale in Höhe von € 1.200 zu.
  2. Übersteigen die anderen Einkünfte aus einer aktiven Erwerbstätigkeit, für die ihm außerhalb der Wohnung ein anderer Raum zur Verfügung steht, € 11.000, beträgt das Pauschale € 300.


Neben diesem Pauschale sind nur Aufwendungen und Ausgaben für ergonomisch geeignetes Mobiliar (insbesondere Schreibtisch, Drehstuhl, Beleuchtung) zusätzlich abzugsfähig.



Interessiert? Fordern Sie hier unverbindlich nähere Informationen an!

Druckversion