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OrdinationsassistentInnen

Ausbildung und Tätigkeit durch MAB Gesetz

Das Wichtigste in Kürze

Mit dem Gesetz über die Medizinischen Assistenzberufe (MAB-G) wurde unter anderem das aus dem Jahr 1961 stammende MTF-SHD-Gesetz ersetzt, welches die Ausbildung im medizinischen Fachdienst und in den Sanitätshilfsdiensten, wie der Ordinationsgehilfin, geregelt hat.

Die Ordinationsassistenz gehört zu den 8 Medizinischen Assistenz-Ausbildungen gemäß dem Medizinische-Assistenzberufe-Gesetz (MAB-G, BGBl_I_Nr.89/2012):

1.Desinfektionsassistenz
2.Gipsassistenz
3.Laborassistenz
4.Obduktionsassistenz
5.Operationsassistenz
6.Ordinationsassistenz
7.Röntgenassistenz
8.Medizinische Fachassistenz

Mit dem MAB-G werden nun für die medizinischen Assistenzberufe, zu denen auch die Ordinationsassistenz zählt, folgende Punkte neu geregelt:

  • Ausbildung
  • Tätigkeitsspektrum
  • Fortbildung



AUSBILDUNG

Umfasste die alte Ausbildung zur Ordinationsgehilfin mind. 135 bis max. 210 Stunden, so wird die neue Ausbildung zur Ordinationsassistenz 650 Stunden umfassen, wovon mindestens ein Drittel auf die Theorie und mindestens die Hälfte auf die Praxis zu entfallen hat. Die Ausbildung zur Ordinationsassistentin kann auch im Rahmen eines Dienstverhältnisses erfolgen, die theoretische Ausbildung erfolgt an einer Schule für medizinische Assistenzberufe oder in einem entsprechenden Lehrgang. Im Rahmen der Ausbildung dürfen die Tätigkeiten der Ordinationsassistenz berufsmäßig unter Anleitung und Aufsicht bereits vor Abschluss der Ausbildung ausgeübt werden („Ordinationsassistenz in Ausbildung"). Die erfolgreiche Absolvierung der Ausbildung ist innerhalb von drei Jahren ab Aufnahme der Tätigkeit nachzuweisen.

Die Unterbrechung der Ausbildung durch:

  • Mutterschutz-/Karenzzeiten,
  • Präsenzdienst,
  • Zivildienst,
  • Familienhospizkarenz oder -freistellung oder
  • einer länger als drei Monate dauernden Erkrankung

hemmt den Lauf der dreijährigen Frist.

Im Fall der „Ordinationsassistenz in Ausbildung" hat der Arbeitgeber für die Kosten der theoretischen Ausbildung aufzukommen.


Tätigkeitsbereich

Die neu geregelte Ordinationsassistenz führt zu einer Erweiterung des Tätigkeitsspektrums und umfasst nun folgende Bereiche:

  • die Durchführung einfacher Assistenztätigkeiten bei ärztlichen Maßnahmen
  • die Durchführung von standardisierten diagnostischen Programmen und standardisierten Blut-Harn-
    und Stuhluntersuchungen mittels Schnelltestverfahren einschließlich der
    Blutabnahmen aus den Kapillaren im Rahmen der patientennahen Labordiagnostik
  • die Blutabnahme aus den Venen, ausgenommen bei Kindern
  • die Betreuung der Patientinnen und Patienten und
  • die Praxishygiene, Reinigung, Desinfektion, Sterilisation und Wartung der
    Medizinprodukte und sonstiger Geräte und Behelfe sowie die Abfallentsorgung
  • die Durchführung der für den Ordinationsbetrieb erforderlichen organisatorischen und
    administrativen Tätigkeiten

All jene Ordinationsangestellten, die gem. § 52 Abs. 1 des MTF-SHD Gesetzes zur „Ordinationsgehilfin / Ordinationsgehilfen" ausgebildet sind, sind zur Ausübung des neuen, erweiterten Tätigkeitsbereiches nach MAB-G berechtigt und dürfen die Berufsbezeichnung „Ordinationsassistentin/Ordinationsassistent" führen!

Für alle Ordinationsangestellten deren Ausbildung nicht dem MAB Gesetz entspricht, gelten folgende

Übergangsbestimmungen:

All jene Personen, die bis 31. Dezember 2013 eine Ausbildung zur Ordinationsgehilfin nach den Bestimmungen des MTF-SHD Gesetzes begonnen haben und diese bis zum 30. Juni 2014 erfolgreich absolvieren, sowie über die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, sind zur Ausübung des neuen Berufsbildes Ordinationsassistenz berechtigt.

Für alle Ordinationsangestellten, die keine Möglichkeit haben, die erforderliche Ausbildung bis 31.12.2013 zu beginnen besteht die Möglichkeit, ihre Berufsbezeichnung in „Ordinationsassistenz in Ausbildung" abzuändern und so unter Anleitung und Aufsicht bereits das Tätigkeitsspektrum der neuen Ordinationsassistenz auszuüben, wenn sich die Ärztin/der Arzt vergewissert hat, dass sie über die entsprechenden Fähigkeiten und Kenntnisse verfügen. Letzteres sollte von der Ärztin/dem Arzt entsprechend schriftlich
dokumentiert werden. Ordinationsassistentinnen in Ausbildung müssen die entsprechende berufsbegleitende theoretische Ausbildung innerhalb von drei Jahren erfolgreich absolvieren, die bereits o.a. Unterbrechungen wie z.B. Mutterschutz gelten auch in diesem Fall.



FORTBILDUNG

Regelmäßige Fortbildung ist für jeden Gesundheitsberuf essentiell und wird in § 13 Abs. 2 MAB-G insofern geregelt, dass sich Angehörige von medizinischen Assistenzberufen regelmäßig über die neuesten Entwicklungen und Erkenntnisse der für sie berufsrelevanten Wissenschaften fortzubilden haben.

Schaubild Übergangsbestimmungen MAB Gesetz  (Quelle: NÖ Ärztekammer)

 

Weiterführende Links:

http://cms.arztnoe.at/cms/ziel/365568/DE/

http://www.aekwien.at/index.php/fortbildung/zam

http://www.berufslexikon.at/beruf3326_3

 

 



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