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09.11.2020

Steuer- Checkliste für Unternehmer

Welche Steuererleichterungen können Sie als Unternehmer geltend machen?

Auch heuer steht allen steuerpflichtigen natürlichen Personen der Gewinnfreibetrag von bis zu 13% des Gewinnes für betriebliche Einkünfte zu. Zur Geltendmachung der Steuerbegünstigung sind bestimmte Investitionen oder der Kauf von bestimmten Wertpapieren erforderlich. Konkret geht es um die Anschaffung ungebrauchter beweglicher Wirtschaftsgüter für das Unternehmen (Software fällt nicht darunter!) und baulicher Investitionen in Betriebsgebäude. Für Pkw steht der GFB nicht zu, wohl aber für Kleinbusse und Klein-Lkw. Der Gewinnfreibetrag beträgt maximal € 45.350.

Bei den Wertpapieren steht eine große Auswahl zur Verfügung. Wichtig ist, dass bei der Bank Wertpapiere im Sinn von § 14 EStG bestellt werden! Beim Verkauf von Wertpapieren, die 2015 zur Geltendmachung des Freibetrages angeschafft wurden, muss unbedingt die „Behaltefrist“ von 48 Monaten eingehalten werden.

Investitionsprämie plus Gewinnfreibetrag möglich

Die Geltendmachung der gleichfalls neuen COVID-19 Investitionsprämie (Einzelheiten siehe Rundschreiben 10/1020) ist zusätzlich zur Geltendmachung des Gewinnfreibetrages für die begünstigten Wirtschaftsgüter möglich. Sowohl die Investitionsprämie als auch der Gewinnfreibetrag werden von den Anschaffungskosten geltend gemacht, beide Begünstigungen stehen nebeneinander zu. Allerdings muss beachtet werden, dass Investitionen zur Deckung das Gewinnfreibetrages eingeschränkter definiert sind als solche zur Geltendmachung der Investitionsprämie.

Vorziehen von Betriebsausgaben

Durch das Vorziehen von Betriebsausgaben wie Mieten oder Medikamente betreffend das Jahr 2021 in das Jahr 2020 kann das steuerliche Ergebnis gesenkt werden. Es dürfen jedoch nur Ausgaben geltend gemacht werden, die tatsächlich das Jahr 2021 betreffen, nicht auch das Jahr 2022. Bitte beachten Sie: Wer diese Vorauszahlung im Folgejahr unterlässt, muss dann die „erwirtschaftete“ Steuer wieder zurückzahlen. Sollten Sie bereits vergangenes Jahr vorausgezahlt haben, ist es im Regelfall sinnvoll, dies auch heuer wieder zu tun.

Zusatzpensionen bzw. Risikoabsicherung für Mitarbeiter

Der Abschluss von Lebens-, Kranken- oder Unfallversicherungen für alle Arbeitnehmer oder bestimmte Gruppen ist bis zu € 300 pro Jahr und Arbeitnehmer steuerfrei. Man kann auch für alle Arbeitnehmer oder nur für bestimmte Gruppen einen Pensionskassenvertrag abschließen. Normalerweise wird hierbei das beitragsorientierte Modell gewählt, bei welchem maximal zehn Prozent des Jahresbruttoeinkommens in die Pensionskasse eingezahlt werden kann. Es fallen keine Lohnnebenkosten an, die spätere Auszahlung wird der Lohnsteuer unterworfen.

COVID-19 Prämie für Mitarbeiter

Mitarbeitern kann im Jahr 2020 eine „Corona- Prämie“ von maximal € 3000 abzugsfrei gegeben werden. Die Abrechnung muss über die Personalverrechnung erfolgen. 


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Geschenke an Mitarbeiter und Betriebsveranstaltungen

Sachzuwendungen an Arbeitnehmer als Weihnachtsgeschenk sind innerhalb eines Freibetrages von € 186 für den Arbeitnehmer steuerfrei. Das gilt auch für Gutscheine oder Goldmünzen, wobei sämtliche im Laufe des Jahres gegebenen Geschenke zusammengezählt werden.

Kosten von Betriebsveranstaltungen wie Weihnachtsfeier oder Betriebsausflug sind pro Arbeitnehmer und Jahr bis zu € 365 erlaubt, ohne dass eine Steuer- und Sozialversicherungspflicht beim Arbeitnehmer entsteht.

Es ist auch denkbar, Essenbons an Mitarbeiter steuerfrei abzugeben.

Zuschuss zu Kinderbetreuungskosten

Leistet der Arbeitgeber für alle oder bestimmte Gruppen seiner Arbeitnehmer einen Zuschuss für die Kinderbetreuung, dann ist dieser Zuschuss bis zu einem Betrag von € 1.000 jährlich pro Kind bis zum zehnten Lebensjahr von der Lohnsteuer und SV-Beiträgen befreit.

Die steuerliche Berücksichtigung des „Familienbonus Plus“ für Kinderbetreuungskosten erfolgt ab 2019 im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung bzw. Einkommensteuererklärung für das jeweilige Kalenderjahr.

Jobticket
Zur Förderung des öffentlichen Verkehrs besteht die Möglichkeit, dass der Arbeitgeber seine Arbeitnehmer für die Wegstrecke Wohnung – Arbeitsstätte – Wohnung mit einem Massenbeförderungsmittel befördern lässt (z.B. Streckenkarte). Die Rechnung muss auf den Arbeitgeber lauten und hat den Namen des Arbeitnehmers zu beinhalten.

Aufbewahrungsfrist
Zum Jahresende läuft die siebenjährige Aufbewahrungspflicht für Aufzeichnungen des Jahres 2013 ab. Diese können daher ab 1.1.2021 auf vernichtet werden. Belege, die mit anhängigen Berufungsverfahren oder mit Grundstücken in Verbindung stehen, sind jedoch weiterhin aufbewahrungspflichtig (bis zu 22 Jahre!). Selbstverständlich gilt eine Aufbewahrungspflicht auch für Verträge, die noch gültig sind.



Interessiert? Fordern Sie hier unverbindlich nähere Informationen an!

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