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22.10.2019

Einziehungsauftrag vom Finanzamt teilweise möglich!

In Deutschland schon seit Jahren Realität und dort sehr beliebt, gibt es nun auch in Österreich die Möglichkeit zur Bezahlung von Steuern mittels SEPA-Lastschrift. Lesen Sie hier details und die Warnhinweise!

Seit Juli ist das neue Bezahlverfahren nun möglich, eine
entsprechende Verordnung des Finanzministers ist Anfang
Juli ergangen und dadurch wird die neue Bezahlform mittels
Einziehungsauftrag (offiziell: SEPA-Lastschrift) ermöglicht.
 
Die erste wichtige Info ist, dass dieser Einzug derzeit nur
eingeschränkt für die vierteljährliche ESt-Vorauszahlung
möglich ist. Nicht hingegen für alle anderen Abgaben!!
 
Ein SEPA-Lastschriftmandat kann für die Einziehung von
Einkommensteuer-Vorauszahlungen nur erteilt werden,
wenn
• das Abgabenkonto keinen vollstreckbaren Rückstand
ausweist,
• kein Antrag auf Zahlungserleichterung eingebracht,
• kein Antrag auf Aussetzung der Einhebung eingebracht
und
• kein Insolvenzverfahren über das Vermögen des Abgabepflichtigen eröffnet wurde.
 
Damit Sie das neue Verfahren in Gang setzen, müssen Sie
das entsprechende Formular ausfüllen. Diesen Einziehungsauftrag gibt es nicht als Papierformular, sondern nur mehr
als sog Webformular. Dieses füllen Sie online aus und senden
es gleich elektronisch ab. Sie finden das Webformular auf der
Homepage des Finanzministeriums ziemlich versteckt unter:
 
 
Sollte daher im Herbst Ihr Steuerbescheid für zB 2018
zugestellt werden und daraus eine Nachzahlung resultieren,
VwGH zu Selbststempelautomaten beim
Finanzamt dann ist diese ESt-Nachzahlung nicht vom SEPA-Verfahren
betroffen. Sie müssen diese Steuernachzahlung wie bisher aus
eigener Initiative überweisen.
 
Umsatzsteuer-Zahllasten, Kfz-Steuer und Lohnnebenkosten
sind auch nicht vom SEPA-Verfahren umfasst. Auch diese
Abgabenarten müssen Sie wie gewohnt bezahlen.
 
Ein erteiltes SEPA-Lastschriftmandat verliert seine Gültigkeit,
wenn
• die links genannten Voraussetzungen nach Mandatserteilung eintreten,
• die Abgabenschuld aus Gründen, die vom Mandatsgeber zu vertreten sind, nicht verrechnet werden kann
(zB wenn das Konto des Mandatsgebers nicht gedeckt
ist oder er den Zahlungsvorgang widerruft) oder
• während eines Zeitraums von 36 Monaten ab Erteilung
oder ab der letzten Transaktion keine Einziehung mehr
erfolgt.
 
Zusammengefasst kann man festhalten: Gar nicht so einfach,
diese Vereinfachung.

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