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04.08.2020

Die geplanten Steuerentlastungen der Bundesregierung

Zu den von der Bundesregierung angekündigten Entlastungs- und Investitionsmaßnahmen werden sukzessive Details bekannt.

1. Investitionsfördernde Maßnahmen

Neue Degressive Abschreibung

Die degressive Abschreibung führt zu einer höheren Abschreibung am Beginn der Nutzungsdauer. Dadurch entstehen Liquiditätsvorteile für Unternehmen.

Bei der degressiven Abschreibung erfolgt die AfA mit einem unveränderlichen Prozentsatz von 30 %, wobei der Prozentsatz auf den jeweiligen Buchwert (Restbuchwert) anzuwenden ist.

Neue beschleunigte Gebäudeabschreibung

Für Gebäude, die nach dem 30.6.2020 angeschafft oder hergestellt werden, beträgt die AfA im Jahr der Inbetriebnahme das Dreifache, im darauffolgenden Jahr das Zweifache des jeweiligen Prozentsatzes.

COVID-19 Investitionsprämie

Gefördert werden materielle und immaterielle Neuinvestitionen des abnutzbaren Anlagevermögens.

Die Förderung erfolgt durch die Gewährung einer Investitionsprämie in Form eines Zuschusses in Höhe von 7 % der förderfähigen Kosten. Es erfolgt eine Verdopplung des Zuschusses auf 14 %, wenn die Investition im Zusammenhang mit Digitalisierung, Klimaschutz, Gesundheit und Life-Science steht.

Das Förderungsprogramm startet mit 1.9.2020, Anträge können bis 28.2.2021 gestellt werden. In diesem Zeitraum müssen auch die ersten Maßnahmen gesetzt werden.


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2. Tarifänderungen in der Einkommensteuer

Rückwirkend für das Kalenderjahr 2020 wird der Eingangssteuersatz der Einkommensteuer für Einkommensteile über EUR 11.000,00 und bis EUR 18.000,00 von 25 % auf 20 % reduziert. Die daraus resultierte Steuerentlastung von bis zu EUR 350,00 wird bei der Einkommensteuererklärung für 2020 wirksam.

3. Steuerstundungen, Ratenzahlung,

Verlängerung Stundungsfrist bis 15.1.2021

Die Zahlungsfrist für Abgabenschulden, für die eine COVID-19 bedingte Stundung (aufgrund eines Liquiditätsengpasses wegen negativer Auswirkungen der SARS-CoV-2-Virus-Infektion) gewährt wurde, wird von 30.9.2020 auf 15.1.2021 verlängert. Für die gesetzlich verlängerte Stundungsperiode bis 15.1.2021 werden keine Stundungszinsen vorgeschrieben.

Umstieg auf Ratenzahlungskonzept gefördert

Um den Übergang von der Stundung zur vollständigen Abgabenrückführung zu erleichtern, soll ergänzend ein Umstieg auf das Ratenzahlungskonzept gefördert werden.

Keine Säumniszuschläge
Für Abgaben mit Fälligkeit zwischen dem 15.3.2020 und 31.10.2020 sind keine Säumniszuschläge zu entrichten.

4. Entschädigungen nach Epidemiegesetz

Die Frist für die Geltendmachung von Entschädigungen nach dem Epidemiegesetz wird von sechs Wochen auf drei Monate verlängert. Bereits laufende oder abgelaufene Fristen beginnen mit Inkrafttreten der Änderung neu zu laufen.

5. Verlustrücktrag

Zusätzlich zu den bisherigen Möglichkeiten der Verlustverrechnung können Unternehmen ihre steuerlichen Verluste – somit negative Einkünfte der betrieblichen Einkunftsarten – aus dem Jahr 2020 in die vergangenen Veranlagungszeiträume 2019 und 2018 rücktragen und dadurch gegebenenfalls mit Gewinnen dieser Jahre ausgleichen.



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