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4.5.2020

Corona-Virus Härtefall-Fonds für den Dienstleistungs- und Gesundheitssektor

Nachdem in einer ersten Phase des Härtefall-Fonds eine Soforthilfe von bis zu 1.000 Euro geleistet wurde, startet bereits die zweite Phase. Die Antragstellung für Phase 2, ist ausschließlich online möglich.

Der Förderzuschuss beträgt maximal 2.000 Euro pro Monat über maximal drei Monate – also gesamt bis zu 6.000 Euro. Die Förderung erfolgt im Nachhinein und muss für jedes Monat separat beantragt werden. Es sind daher 3 separate Förderanträge erforderlich. Basis zur Berechnung ist der Nettoeinkommensentgang im jeweiligen Betrachtungszeitraum. Der Betrachtungszeitraum für den Nettoeinkommensentgang ist jeweils ein 30-Tageszeitraum, der erste Betrachtungszeitraum reicht vom 16. März bis 15. April 2020. Bitte entnehmen Sie weitere Details der WKO- Website

 
Im Rahmen der Antragstellung müssen die Umsätze (= zugeflossenen Zahlungen bei Einnahmen- Ausgabenrechnung) während des jeweiligen Betrachtungszeitraumes sowie allfällige Nebeneinnahmen (Gehaltsbezüge, Vermietungen etc.) bekannt gegeben werden. Die weiteren Berechnungsschritte werden durch die Wirtschaftskammer unter Zugriff auf die Daten der Steuerbescheide in FinanzOnline automatisiert erledigt. 
 
 
Hinweis: Grundlage für die Berechnung der Förderung gemäß Härtefall- Fonds 2 sind bei Einnahmen Ausgabenrechnern die in Form von Bargeld oder Banküberweisungen zugeflossenen Einnahmen im vorgegebenen Betrachtungszeitraum. Für die Antragstellung für den 1. Betrachtungszeitraum ist erforderlich, die laut Bankkonto und Registrierkasse vom 16. März bis 15. April 2020 zugeflossenen Einnahmen zusammenzuzählen und anzugeben. Am einfachsten ist es, alle 3 Anträge zusammenfassend nach dem 15. Juni 2020 zu stellen, die Möglichkeit dafür besteht bis 31. Dezember 2020.
 


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Wenn aufgrund der Abrechnungs- oder Zahlungsmodalitäten üblicherweise ein längerer Zeitraum zwischen der Leistungserbringung und der Bezahlung liegt (Beispiel: Die im Nachhinein erfolgende Honorarabrechnung und -überweisung bei Kassenärzten), wird der Umsatzrückgang erst zu einem späteren Zeitpunkt wirksam und liegt möglicherweise außerhalb der Fristen für die Förderung.

 Daraus lässt sich für den Dienstleistungs- und Gesundheitssektor folgende Faustregel ableiten:
 
  1. Ärzte und Therapeuten mit Privatpraxen kassieren die Honorare im Regelfall unmittelbar im Zusammenhang mit der Behandlung der Patienten und spüren daher den Ausfall oder Rückgang Patientenfrequenz finanziell sofort. Bei dieser Gruppe wirkt sich der unmittelbare Rückgang der Einnahmen in den vorgesehenen Betrachtungszeiträumen maximal aus, hier wird die vorgesehene Förderung mit großer Wahrscheinlichkeit wirksam.
  2. Anders verhält es sich bei Kassenpraxen, hier wirkt sich die gesunkene Patientenfrequenz erst nach Erstellung und Überweisung der Krankenkassenabrechnung Monate später aus. Infolge der Akontozahlungen durch die Krankenkassen, welche im Betrachtungszeitraum für die Förderung eingehen, lassen sich während dieser Zeitspanne vermutlich nur geringe oder gar keine Rückgänge im Vorjahresvergleich nachweisen. Die aus der Schließung der Praxis oder dem Rückgang der Patientenfrequenz resultierenden Honorarrückgänge manifestieren sich in dieser Konstellation vermutlich erst Monate später und außerhalb des Betrachtungszeitraumes.
 
Die notwendigen Berechnungen für die Förderung Härtefall-Fonds 2 kann auch durch unsere Kanzlei erfolgen, aus Gründen der Arbeits- und Kostenökonomie ist dies nur zusammenfassend für alle 3 Betrachtungszeiträume, (16. März bis 15. Juni 2020) ab Juli 2020 möglich.
 
Wichtig: Neben der Förderung durch den beschriebenen Härtefall-Fonds 2 ist auch ein Zuschuss im Rahmen des „normalen“ Corona Hilfs-Fonds möglich. Die Antragstellung für den Corona Hilfs-Fonds beginnt Anfang Mai 2020. Die Registrierung eines Antrags ist bis 31.12.2020 möglich, die Abgabe des vollständigen Antrags bis 31.8.2021.
 
Im Rahmen dieser Förderung werden Zuschüsse zur Deckung von Fixkosten samt Unternehmerlohn im Rahmen der Corona Krise gewährt. Bei Gewährung von Zuschüssen im Rahmen des Corona Hilfsfonds werden allerdings Zuschüsse, welche bereits im Rahmen des Härtefall-Fonds 2 gewährt wurden, abgezogen. Bei Unternehmen, welche übliche Fixkosten wie Mieten, Betriebskosten, Energiekosten etc. zu tragen haben macht es daher vermutlich weniger Sinn, den Härtefall- Fonds 2 zu beanspruchen und stattdessen sich nur auf den Corona Hilfsfonds zu konzentrieren.
 
Wir werden uns mit diesem Thema in einem der nächsten Sonder- Newsletter beschäftigen, Informationen finden Sie vorweg auf der Website der WKO



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