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07.01.2020

Aktuelle steuerliche Änderungen aus Sicht des Arztes

Die steuerlichen Erleichterungen werden in jährlichen Etappen ab 2020 umgesetzt. Für angestellte sowie für selbstständige Ärzte finden sich eine Reihe von Verbesserungen.

Reduktion Einkommensteuer: 
 
Erhöhung bei geringwertigen Wirtschaftsgütern 
 
Sogenannte geringwertige Wirtschaftsgüter können im Jahr der Anschaffung (Inbetriebnahme) zur Gänze als Betriebsausgabe geltend gemacht werden. Diese Grenze wurde ab 2020 auf 800 Euro erhöht, ab 2023 beträgt diese 1000 Euro. Diese Änderung kommt vor allem Ärzten mit eigenen Ordinationen, wo natürlich laufend verschiedene Anschaffungen notwendig sind, zugute, ist aber auch für alle Dienstnehmer oder andere "Kleinfälle" anwendbar.
 
Einkommensteuer-Pauschalierungen für Kleinunternehmer 
 
Für Unternehmer mit Umsätzen bis 35.000 Euro pro Jahr wird die Abgabe der Einkommensteuererklärung unter bestimmten Umständen stark vereinfacht. Die Betriebsausgaben werden in diesen Fällen mit einem höheren Prozentsatz des Umsatzes pauschal berücksichtigt. Als Betriebsausgabenpauschale ist ein allgemeiner Satz von 60 %, bei Dienstleistungsunternehmen von 35 % vorgesehen. Es ist anzunehmen, dass bei Ärzten der Satz von 35 % zur Anwendung kommt. Diese Regelung kommt vor allem Spitalsärzten mit selbstständigen Nebeneinnahmen wie etwa kleinen Wahlarzt- Praxen und selbstständig zu versteuernden Sonderklassegeldern zugute.
 
Erhöhung der Umsatzsteuer-Kleinunternehmergrenze 
 
Unternehmer deren (umsatzsteuerpflichtiger) Jahresumsatz unter 30.000 Euro liegt, sind als Kleinunternehmer von der Umsatzsteuer befreit. Dieser Grenzwert wurde auf 35.000 Euro erhöht. Diese Erhöhung kommt beispielsweise allen Ärz-ten zugute, welche in der Ordination umsatzsteu-erpflichtige (Hilfs)Geschäfte wie Produktverkäufe in einem geringen Umfang betreiben und dabei die Umsatzsteuerpflicht vermeiden wollen.
 
Gewinnfreibetrag - Erhöhung Grundfreibetrag ab 2022
 
Bisher war der Grundfreibetrag in Höhe von 13 Prozent bis zu einem Gewinn von 30.000 Euro ohne weitere Voraussetzungen möglich. Ab 2022 wird die Inanspruchnahme des Grundfreibetrages (ohne Investitionserfordernis) bis zu einem Gewinn von 100.000 Euro möglich. Damit steht beim Gewinnfreibetrag ein Grundbetrag von bis zu 13.000 € automatisch zur Verfügung. Die Mög-lichkeiten, den GFB unter Anschaffung der genannten begünstigten Wirtschaftsgüter darüber hinaus bis zu einem Gewinn von maximal 580.000 € im Ausmaß von maximal 45.350 € in Anspruch zu nehmen, bleibt in vollem Umfang aufrecht.
 
Senkung Einkommensteuer ab 2021
 
2021 wird der Eingangssteuersatz von derzeit 25 Prozent auf 20 Prozent gesenkt. Die Senkung der zweiten Stufe der Einkommensteuer von bisher 35 Prozent auf 30 Prozent und die Senkung der dritten Stufe von 42 Prozent auf 40 Prozent soll im Jahr 2022 erfolgen. Diese Reduktion bewirkt eine Steuerentlastung für sowohl angestellte wie auch niedergelassene Ärzte und Teilhaber an Ärzte-Gruppenpraxen in der Rechtsform der offenen Gesellschaft.


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