Leonhart und Leonhart
Wirtschaftstreuhand Gmbh + Co KG



04.09.2017

Welche Ausbildungskosten der Kinder können Sie absetzen?

Als Elternteil von Studierenden gibt es verschiedene Möglichkeiten die Steuerlast zu mindern. Die abgesetzten Kosten verringern das Einkommen, also die Steuerbasis. Hier finden Sie unsere Tipps!

1. Kinderfreibetrag geltend machen

Eltern studierender Kinder können in ihrer Steuererklärung den Kinderfreibetrag geltend machen, solange sie für das studierende Kind Familienbeihilfe beziehen.

 

2. Kosten für Kinder, die weiter weg studieren, werden ersetzt

Wenn im Einzugsgebiet des Wohnortes der Eltern (Entfernung muss größer als 80 Kilometer sein) keine entsprechende universitäre Ausbildung möglich ist und das Kind daher auswärts studieren muss, können die Kosten für die Aufwendungen für die Universitätsausbildung des Kindes als außergewöhnliche Belastung abgesetzt werden.

Abgesetzt werden können 110 € pro Monat als Pauschale.

• gilt pro Schulmonat
• Wenn das ganze Jahr in Ausbildung, dann auch für Ferienmonate absetzbar
• auch ausländische Ausbildung möglich
Voraussetzungen:
• keine gleichwertige Ausbildung innerhalb der Mindestentfernung
Mindestentfernung:
• innerhalb von 80 km (in vier Verordnungen ist geregelt, welche Wohnorte noch nah genug am Standort liegen) oder
• wenn der Ort nicht in Verordnung und Entfernung innerhalb 80 km: einfache Fahrtzeit
über 1 Stunde oder
• Schüler/Lehrling mit Zweitunterkunft (zB Internat): Entfernung über 25 km, bei Pflichtinternat gilt keine Mindestentfernung
Schul-/Studienerfolg (innerhalb der doppelten Mindeststudienzeit, Familienbeihilfe ist nicht Voraussetzung)

 

  3. Kinderbetreuungskosten bis 2.300 € pro Kind und Jahr absetzen

• für Kinder mit mehr als 6 Monaten Familienbeihilfe oder Unterhaltsabsetzbetrag
• bis zum 10. Geburtstag (erhöhte Familienbeihilfe: 16. Geburtstag)
• an eine Kinderbetreuungseinrichtung oder pädagogisch qualifizierte Person
Betreuung und Verpflegung absetzbar, nicht Schulgeld und Fahrtkosten
• Kinderbetreuungskosten über das 10. Lebensjahr hinaus in der Regel nur für Alleinerzieher
• außergewöhnliche Belastung mit Selbstbehalt


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