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24.08.2017

Nebentätigkeit als Notarzt

Ein nebenberuflich, als Notarzt tätiger Mediziner ist selbstständig tätig.

Die Einstufung von Notärzten als Angestellte oder Selbständige war in der Vergangenheit strittig, eine Einstufung der Notärzte als (tageweise) Angestellte hätte bei den verschiedenen Blaulichtorganisationen samt diese finanzierenden Gebietskörperschaften eine hohe finanzielle Mehrbelastung bedeutet.

Im Zuge des Sozialrechtsänderungsgesetzes 2015 wurde dieses Problem gesetzlich „bereinigt“: Ein Arzt, der nebenberuflich notärztliche Tätigkeiten für Blaulichtorganisationen übernimmt, ist nun von Gesetzes wegen selbständig tätig. Die Einkünfte als Notarzt unterliegen daher nicht mehr dem Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz.


Besonders angestellte Spitalsärzte, die nebenbei auch Einsätze als Notarzt übernehmen, sind betroffen, da die Tätigkeit als Notarzt nicht mehr zur Arbeitszeit im Krankenhaus hinzugerechnet werden darf.


Durch die selbständige Tätigkeit tritt auch eine Mehrfachversicherung im Bereich der Sozialversicherung ein. Zu der Pflichtver-sicherung im Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz kommt noch die Versicherungspflicht nach dem Freiberuflichen Sozialversicherungsgesetz. Bei nur geringen selbständigen Einkünften (jährliche selbständige Einkünfte unter 4.988,64 und jährlicher selbständiger Umsatz unter 30.000) kann die Kleinstunternehmerbefreiung von der SVA- Pensionsversicherung beantragt werden.


In jenen Fällen, in denen das Jahresbrutto-Einkommen aus der Spitalstätigkeit die Jahreshöchstbeitragsgrundlage von € 68.040 übersteigt, sollte zur Vermeidung von Vorauszahlungen ein Antrag auf  Differenzbeitragsvorschreibung gestellt werden.


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