Leonhart und Leonhart
Wirtschaftstreuhand Gmbh + Co KG



11.7.2017

Beschäftigungsbonus: Förderung von Lohnnebenkosten

Ab 1.7.2017 sind Anträge für das das Förderprogramm der Lohnnebenkosten möglich!

 Aufgrund der jüngsten politischen Einigung ist jetzt fix, dass der Beschäftigungsbonus wie ursprünglich geplant mit 1. Juli wirksam wird. Über die dafür nötige Richtlinie wurde schlussendlich zwischen den politischen Parteien Einigung erzielt.Der Zuschuss zu den Lohnnebenkosten stellt einen Bonus für Arbeitgeber für neu eingestellte Mitarbeiter dar.

Der Bonus besteht in einem Zuschuss zu den Lohnnebenkosten in Höhe von 50 Prozent der Dienstgeberbeiträge für neue, zusätzlich eingestellte Mitarbeiter, eine Förderung soll für bis zu drei Jahre möglich sein.

Gefördert werden nur Einstellungen von beim AMS gemeldeten Arbeitslosen, Jobwechslern, die bereits in Österreich beschäftigt waren sowie Abgängern einer österreichischen Bildungseinrichtung.


Die Beschäftigungsdauer muss mindestens 4 Monate vollversichert mit 38,5 Wochenstunden betragen, das Unternehmen darf zudem, um förderungswürdig zu sein, keine vollstreckbaren Abgabenschulden haben.
Für Teilzeitbeschäftigte kann der Bonus nur beantragt werden, wenn die Summe der neuen Teilzeitbeschäftigungen eine Vollzeitbeschäftigung (38,5 Wochenstunden) ergibt.

Beispiel:

Annahme: Ein Unternehmer stellt eine neue Arbeitskraft ein und erfüllt alle Voraussetzungen des Förderprogramms „Beschäftigungsbonus“. Der Mitarbeiter verdient € 1.600 brutto (ca. 1260EUR netto).

 

Bruttolohn/Monat                                     ca. € 1.600

Lohnnebenkosten für Arbeitgeber:            ca. € 488

Kosten für Arbeitgeber:                             ca. € 2.088

Förderzuschuss:                              ca. € 244 (50 % der Lohnnebenkosten)

 

Fazit: Bei einem Bruttolohn von € 1.600 erhält der Arbeitgeber einen Zuschuss in Höhe von ca. € 244,-/Monat.

 Der Zuschuss von 50 % der Lohnnebenkosten entspricht ca. 15 % des Bruttolohns von € 1.600.
 

Um zu prüfen, ob es sich wirklich um zusätzliche Arbeitsplätze handelt, wird der neue Beschäftigtenstand mit jenem zwölf Monate vor der Antragstellung verglichen, bei innerhalb des Jahres vor Antragstellung gegründeten Unternehmen ist der Vergleichswert null. Die Abwicklung wird über die Förderstellen Austria Wirtschaftsservice (AWS) sowie Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) laufen. Anträge sind ab Jahresmitte möglich und müssen bis spätestens 30 Tagen nach Beginn des Dienstverhältnisses gestellt werden. Beantragt werden muss die Förderung jeweils im Vorhinein, ausgezahlt wird sie rückwirkend nach dem jeweiligen Jahresabschluss. Die ersten Gelder werden also frühestens 2018 fließen.


Auf der Website
www.beschaeftigungsbonus.at
finden Sie detaillierte Informationen und praktische Hinweise zum „Beschäftigungsbonus“: Von allgemeinen Informationen über Tipps für die Antragsstellung bis hin zu einer Sammlung von Fragen & Antworten (FAQs). Mit der Abwicklung der Förderung wurde die Austria Wirtschaftsservice, die Förderbank des Bundes beauftragt.
Für diese Förderung steht eine gesonderte Webseite zur Verfügung:
www.beschaeftigungsbonus.at.

Hinweise:


• Beantragen Sie den Beschäftigungsbonus möglichst bald! Die Förderung ist nämlich mit 2 Milliarden Euro begrenzt und wenn der Topf leer ist, erhalten Sie keine Förderung mehr, selbst wenn Sie alle Voraussetzungen erfüllen!


• Als Ihr Steuerberater wird unsere Kanzlei bei der Beantragung eine wichtige Rolle spielen, denn der Steuerberater soll das Vorhandensein aller möglichen Voraussetzungen bestätigen (zB, dass ein neu gegründetes Unternehmen nicht zur Umgehung der Förderbestimmungen gegründet wurde..).
Unsere Mitarbeiterinnen in der Personalverrechnung stehen Ihnen für weitere Fragen gerne zur Verfügung.


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